Ein Wochenende zwischen Sport und Journalismus – von Julia Berger

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Engagierte Jugendliche auf dem 150. jugend presse kongress 

Der 150. jugend presse kongress hat seine Zelte wieder aufgeschlagen. Dieses Mal vom 1.-3. Juli 2016 in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf, Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 125 sozial und politisch engagierte Jugendliche verfassten unter dem Thema „Zwischen Military Fitness und Olympia – Sport bei der Bundeswehr“ Beiträge für eine PR-Zeitung, einen Blog und einen PR-Film. Unter ihnen auch eine Schülerin aus Eutin.

Der Workshop fand unter der Leitung der young leaders GmbH statt und ermöglichte Jugendlichen einen vielfältigen Einblick in den Journalismus. Doch am ersten Tag stand das Kennenlernen zunächst im Vordergrund. Schon im Zug nach Warendorf wurden die ersten Kontakte geknüpft: Wo kommst du her? Wie engagierst du dich? „Wir sind wieder eine ganz bunte Truppe“, bemerkten einige Teilnehmer lachend und voller Erwartungen auf die nächsten Tage.

Am Samstagmorgen startete das Programm. Alle wurden in ihre Arbeitskreise, getrennt nach den verschiedenen Medien, eingeteilt. Die „Journalistischen Basics“ so erklärte es eine Teilnehmerin, würden aber in jeder Gruppe ähnlich vermittelt. Dies geschah durch einen Journalisten beispielsweise von der „Berliner Zeitung“ oder auch vom „Bayrischen Fernsehen“. Hilfreiche Tipps und Tricks wurden ausgetauscht, bevor die Aufgaben verteilt wurden. Die Themen reichten von Porträts einiger Teilnehmer bis hin zu einem Bericht über das Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Themenwahl und freue mich total auf die spannenden Interviewpartner“, sagte die 17-jährige Schülerin aus Eutin.

Im Plenum stellte Oberst Michael Maul, Leiter der Sportschule, die Aufgaben dieser Institution innerhalb der Bundeswehr dar. Besonders die „Ausbildung der Ausbilder“, aber auch die Organisation und Durchführung von sportlichen Großveranstaltungen und die Förderung von Spitzensportlern seien die Hauptaufgaben. Kurz darauf öffnete die Medienbörse und ein Zeitplan verriet den jungen Reportern die Interviewtermine, zum Beispiel mit dem Oberstarzt Dr. Andreas Lison. Dieser beeindruckte die Teilnehmer durch seine Leidenschaft für seinen Beruf. Er sagte „Ich bin sehr gerne Arzt und ich bin gerne Soldat“, dies müsse kein Widerspruch sein, denn sein Auftrag sei es humanitäre Hilfe zu leisten.

Durch die Förderung des Workshops durch die Bundeswehr konnten die Jugendlichen die Fitness der Soldaten selbst erleben, direkt im Military-Parcours. Aber auch andere Sportangebote standen zur Auswahl: ob Schwimmen, Fußball oder Beachvolleyball. Jeder Sparte standen qualifizierte Trainer zur Seite. Der Spaß wurde trotzdem nicht vergessen, ein Trainer scherzte sogar „Wenn ihr nicht so viel Lust auf Sport habt, kann ich euch einfach mehr über die Unterschiede zwischen dem Beachvolleyball und dem Volleyball in der Halle erzählen“. Doch es wurde nicht nur selber Sport getrieben. Wichtige Interviewpartner, wie die Weltmeisterin Kerstin Stegemann berichtete von ihren Erfahrungen bei der Sportförderung der Bundeswehr.thumbnail_Military_Fitness_Einführung

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Diese und viele weitere Gespräche wurden in den Redaktionen verarbeitet oder auch mit der Kamera festgehalten. Denn spätestens in ein paar Stunden sollte schon der PR-Film präsentiert werden. Mit der Hilfe der Journalisten, die bei den Teilnehmern auch einmal kritisch nachhakten oder Kritik äußerten, konnten alle Texte rechtzeitig fertig werden. Pünktlich zum Halbfinale der

Europameisterschaften in Frankreich wurde gegrillt und der deutschen Nationalelf die Daumen gedrückt.

Am nächsten Morgen herrschte auf dem Gelände der Sportschule bereits Aufbruchsstimmung. Es sei vor der Abreise noch viel zu erledigen, so die Kongressleitung. Die Jugendlichen räumten ihre Zimmer und versammelten sich ein letztes Mal in ihrer Print, Film oder Webmag Gruppe. Die druckfrische Zeitung wurde begutachtet, positive als auch negative Kritik wurde geübt. Auch die Journalisten gaben dem „Nachwuchs“ Feedback und hilfreiche Tipps.

Allmählich verabschiedeten sich die Teilnehmer wieder in alle Himmelsrichtungen Deutschlands. Mit im Gepäck: die eigens erstellte Zeitung, viele neue Erfahrungen und einige Kontakte. „Ich hoffe sehr, dass ich noch einige Menschen wiedertreffen werde. Ob auf einer anderen young leaders Veranstaltung oder einfach mal so“ ist das Resümee einer Teilnehmerin.

Von Julia Berger

Infos und Kontakt zur young-leaders GmbH unter http://www.young-leaders.net/

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