Kleine Elegie der heutigen Welt

Was, oh Welt, hasst du den Despoten,
der grausige Widerheld von dir hervorgebracht?
Wie bitter ziemt ihr vor dem Echo,
das ihr in tiefer Sturheit in den Berg gerufen habt?

Mich sehnt der Blick in das Vergangene
wo der Tod bezwungen und ganz furchtlos schien.
Wo versteckt er sich nun,
der angstvolle und so unherrliche Begleiter?
In der weiten Ferne vor langer Zeit entdeckt
Blickt die Welt dort noch stets nach ihm.
Doch im Angesicht der erbarmungslosen Zeit
Beflügelt sich auch das Unheil.

Ihr alten, Weisen des Ehemaligen, das vergangen ist,
warum klagt ihr, was lässt euch selbst die Kleider vom Leib reißen?
Dem Neuen, was im Ehemaligen nicht war, ist es ein Graus
jene träumen vom Ehemaligen im Neuen und suchen.

Die Neuen, sie scheuen das Ehemalige doch sonst so ganz
doch nun suchen sie in dem, was war; trauern um das Zerstörte.
Was nützt es in der Vernichtung nach dem Heilen zu suchen?
Aus ihrer Unerfahrenheit wird der Narr zum König.
Welt, die du nach Perfektion strebende menschelnde Welt
was suchst du das heile Glas im Scherbenhaufen!
Lass die Scherben liegen, oh Welt von heute und morgen
und sieh die Klage derer, die entrechtet werden von deiner Unperfektheit!

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