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Spiegelschrift

Gepostet von am Mai 9, 2017 in Gedichte

Spiegelschrift

Ich begegne mir in einer Eigenart,

die mir sonst das Leben niemals bat.

Die Stirnfalten scheinen surreal,

egal

Die Tränensäcke dick und rot

Ein Blick, wie mir das Leben bot.

 

Ein Haschen auf den Nacken

bietet mir

im Fingerknacken

warum ich bin so jetzt und hier.

Wieder im jetzt,

die Spritzer sind kaum versetzt

so parallel, fast linear

die Frage ist, ist das noch wahr?

Ein Burgund, farblich rund

Ich verzichte als ich sie gründlich sichte

auf ein Abwischen;

können sie mir nicht ins Gewissen mischen.

 

Schon wieder vergessen

von mir besessen

Kehre in die Realität zurück

doch was! das gemeine Stück

Komme nicht aus meinen Gedanken raus

aus!

Die Realität sie spielt mir was vor

Ein Knacken im Ohr

Was ich im Spiegel seh

ist nicht was ich mal im Spiegel sah

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Amerika

Gepostet von am Februar 28, 2017 in Gedichte

Wer hält die Fackel in die Höhe

Wo ist das Licht?

Die Schiffe stranden und werden gekentert.

Denn die Finsternis hat den Leuchtturm eingenommen.

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Die Rückkehr der Mörder-Möwe

Gepostet von am April 1, 2016 in Gedichte

Im Norden liegt eine Stadt,

von der kaum einer gehört hat.

Doch mitten in der Bedeutungslosigkeit,

lauert der gefürchtetste Jäger weit und breit.

Mit einer Kralle aus Stahl,

wartet der Einäugige auf die Beute seiner Wahl.

Zuvor hat er sich zwar arg verletzt,

doch nicht, dass man ihn deshalb unterschätzt.

Trotzdem ist von Manfreds Ziel nichts in Sicht,

hat man ihn schon wieder ausgetrickst?

Reist er etwa mit leerem Magen,

umsonst, ohne zu jagen?!

Die Möglichkeit besteht,

ist sein Gegner wohl doch ein gewiefter Athlet.

Vom Frust gepackt,

dass die Möwe ihren Erzfeind nicht getroffen hat,

zieht Manfred die Mörder-Möwe in die nächste Stadt.

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Die Mörder-Möwe

Gepostet von am April 1, 2016 in Gedichte

In Lindau redet man von Möwen,

die die ganze Bevölkerung stören.

Eine Mörder-Möwe führt sie an,

die Leute sind wirklich arm dran.

Mit nur einem Auge jagt er Schwäne und Enten,

die Einwohner wissen sich nicht mehr zu helfen.

Mit lautem krähen lockt er seine Genossen,

die Jagd ist dann beschlossen.

Ihr Ziel haben sie fest im Blick,

nur leider sind sie sehr kurzsichtig.

Sie vollziehen mehrere Attacken,

bevor sie ihre Beute packen.

In ihren dunklen Ruinen kommt dann Manfred hinein,

der weiht das Festmahl ein.

Manchmal jagt er auch allein,

naive Kinder fallen meistens auf ihn herein.

Wer nicht aufpasst,

der wird gepackt.

Besonders auf Schiffen und in einsamen Gassen

sollte man aufpassen.

Dort lauert er am liebsten,

denn dort kann man nur schlecht fliehen.

Manfred jagt seine Beute unerbittlich,

Aufgeben gilt nicht.

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Die Jagd zwischen dem rosaroten Einhorn und dem grauen Wolf

Gepostet von am April 1, 2016 in Gedichte

Froh zu sein bedarf es wenig,

denn wer froh ist, ist ein König.

Für den grauen Wolf trifft das zu,

Macht macht natürlich froh.

Um endlich glücklich zu werden,

will er in seinen Heimatwald zurückkehren.

Der Wolf will des rosaroten Einhorns macht brechen,

um sich endgültig an ihm zu rächen.

Bis jetzt ist er aber dem Einhorn unterlegen,

doch am Ende will er als Held dastehen.

Mit nur wenig Geld in der Hand,

verlässt er sein Exil am Strand.

und bereist zum zweiten Mal die ganze Welt,

im Glauben er sein bald ein Held.

Doch das rosarote Einhorn lässt nicht mit sich spaßen,

Es spürt schon des Wolfes Vorhaben.

Der Wolf soll niemals zu ihm in den Wald gelangen,

muss das Einhorn ihn auch höchspersönlich jagen.

Doch zuvor will es seine Schergen losschicken,

Die können es vielleicht schon erledigen.

Währenddessen sprintet der graue Wolf zielsicher in Richtung Heimat,

ohne dass er eine Pause macht.

Er hetzt sich immer weiter,

und stellt sich seinem baldigen Suizid ganz heiter

Plötzlich merkt er, er hat sich im Land vertan,

doch der italienische Wald hat es ihm besonders angetan.

Nur deshalb konnten die Tiere ihn überreden,

doch nicht sofort zu gehen.

Derweil sucht das Einhorn, volkommen besessen,

sein absolutes Lieblingsessen.

Seine Schergen fanden den grauen Wolf nicht,

also kümmert sich das Einhon jetzt persönlich.

Doch die Suche entpuppt sich als sehr schwer,

denn in Italien ist er längst nicht mehr.

Der Wolf ist in seiner alten Heimat,

wo er selber nach dem Einhorn jagt.

Doch sie wissen beide nicht,

wo je der andere ist.

Nach einiger Zeit findet er sich damit ab,

während das rosarote Einhorn immer noch weitermacht.

Und so genießt der Wolf seine neugewonnene Macht,

doch der Feind ist näher als gedacht.

Während er also im zügellosen Luxus lebt,

macht sich das Einhorn schon auf dem Weg,

in seine glorreiche Heimat,

wo jedoch der Wolf die Macht hat.

Doch das rosarote Einhorn weiß noch nicht,

was um seine Heimat geschehen ist.

Die Tiere können nun angstfrei leben,

und haben auch öfters ein kleines Vermögen.

Das liegt vor allem an der gelungenen Wirtschaft,

die viele Arbeitsplätze schafft.

Die berühmte Einhornlichtung,

benannte man in Wolfsplatz um.

Wie sich nun der Wolf verwöhnen lässt,

beobachtet das Einhorn lieber von weiter weg.

Er möchte nicht gegen all die Tiere vorgehen,

die hinter dem Wolfe stehen.

Also folgt er dem grauen Wolf auf Schritt und Tritt,

auch wenn das nicht einfach ist.

Das rosarote Einhorn will einfach alles über ihn wissen,

um den Wolf im richtigen Moment zu erwischen.

Nachdem es nun ihn eine Weile beobachtet hat,

weiß es von des Wolfes Poker-Leidenschaft.

Er liebt einfach dieses Spiel,

und gewann schon sehr viel.

Mit jedem Wetteinsatz,

hat er ein weiteres Vermögen gemacht.

Dieses Geld liegt derzeit in der Schweiz,

wovon aber keiner weiß.

Mit diesem Wissen will er ihn erpressen,

um sich somit zu rächen.

Doch an die Öffentlichkeit traut er sich nicht,

die Tiere zerren ihn dann nur vor Gericht.

Diese Gerichte hält es ja sowieso für Dreck,

das rosarote Einhorn jagt Verräter lieber schnell weg.

Aber so ist es nunmal,

also hat es keine Wahl.

Zur Presse geht er lieber nicht,

die hält es übrigens genauso für unwichtig,

Das rosarote Einhorn nimmt das Geld erstmal an sich,

In der Hoffnung der Wolf merkt es nicht.

Mit dem Geld will das Einhorn einen Attentäter anwerben,

schnell und leise soll es gemacht werden.

Bei der Mafia findet es dann einen Komplizen,

das Rotkehlchen soll den Wolf still und leise erschießen.

Der Auftrag ist dazu auch noch billig,

denn die Mafia profitiert vom Wolf nur wenig.

Seit Jahren bekämpft er erfolgreich das Verbrechen,

nun will die Kriminalität sich rächen.

Doch keiner weiß, dass der graue Wolf derzeit in die Schweiz fährt,

das gestohlene Geld blieb ihm nicht unbemerkt.

und während das Rotkehlchen mit jedem Wolf abrechnet,

den es im Wald findet,

shoppt das rosarote Einhorn in der Berner Stadt,

wo es dem Wolfe viele Schulden macht.

Doch als der graue Wolf gerade in der Hotellounge entspannt,

kommt das Einhorn angetanzt.

Der Wolf verschwindet sofort,

doch auch in der Mongolei ist sein Verfolger nicht fort.

Und in diesen endlosen Steppen,

gibt es nur Wildpferd zu essen.

Was aber dem Wolfe viel Freude macht,

da das Pferd Ähnlichkeit mit dem Einhorn hat.

Dass er seine Nachfahren frisst ist dem rosaroten Killer volkommen egal,

es hat ja keine Wahl.

Dort vegetieren sie dann vor sich hin,

und landen irgedwann, irgendwie beide auf der Krim.

Dort müssen sie dann Überleben lernen,

denn  die russischen Soldaten sind ihnen auf den Fersen.

Vor allem das rosarote Einhorn darf sich nicht zeigen,

Es gilt als Propagandazeichen.

Der graue Wolf jedoch wird akzeptiert,

und hat sich in den kaukasischen Wäldern integriert.

Und während der Wolf eine neue Heimat gefunden hat,

ergreift das Einhorn daheim die Macht.

Die Jagd verkümmert zur Nebensächlichkeit,

doch das Rotkehlchen ist nicht weit…

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Die depressive Ente

Gepostet von am April 1, 2016 in Gedichte

Die Ente ist bekanntlich in Rente .

Sie denkt : ,, Das Leben nützt nichts mehr ! “

Und steckt den Kopf ins Meer .

Da schaut der Kopf auf einmal raus ,

sie sagt :

„ Die Welt sieht ja ganz anders aus !“

Doch lang genießen konnte sie nicht ,

denn mein Motorboot , das sah sie nich‘ .

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